- nicht wichtig - nicht gut - nur ich -

LEGENDE:

MARIE: sternzeichen "fisch", seit april 2002 geschieden, lt. versorgungsausgleich 13,75 jahre verheiratet gewesen, alleinerziehend, ein kind, alles söhne, inzwischen knapp 18, called "fruchti"

MARIE'S job: logistik-lolly und exportmanager, "nebenbei hausfrau", hobby: "kreativistin" und hans-dampf in allen gassen, ständig hektisch übern ecktisch... weisse bescheid, nä!

FRUCHTI: sternzeichen "waage", seit 2 jahren vergeben an ilena! Beruf: berufsschüler und sohn, seit august 2010 azubi... FRUCHTIS Hobby: ilena, fitnesscenter, skaten, pc-strategiespiele, seine atzen und parties! seit dezember 2010: mama's auto quälen... führerschein mit 17 sag ich nur... qual und adrenalin pur! da brauchste echt keine drogen mehr...

PW-MANN: sternzeichen auch "fisch", mein kopfkissenzerwühler und sozialpartner. seit 11 jahren bin ich mit selbigem liiert, er ist auch geschieden, altlasten: ein ak-kind, natöörlich auch alles söhne, bald 16 jahre alt, called AK666
pw-manns job: vertriebs-lutscher und import-dingens, system-admin, stellvertr. dingensleiter unallsowatt...

Hobby: pw-mann himself, AK666, Schalke04, pw-mann himself, AK666, Schalke04, pw-mann himself, AK666, Schalke04, pw-mann himself, AK666, Schalke04 -its called endlosschleife you know! - *muhahahahaha*

AK666: sternzeichen "jungfrau" und natööörlich nicht vergeben (logo) - welches mädel tut sich sowat an, nä!

Beruf: NICHT mehr schüler aufm "schümnasium", so nach dem motto: ich geh zwar dahin, aber ich weiss nicht, wie man das "einklich schreipt", er wurde auffe realschule gewechselt...

Hobby: papa, papa, papa, fussball, fussball, fussball... fast-food, fathers son and nach wie vor: arschloch, weichei und oberpetze... und als kleinkind leider innen fass mit zweikomponentenkleber gefallen!

aber dat schlimmste vonne marie unnem pw-mann überhaupt is: ...wir sind inne gleichen 4ma tätig...
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Mittwoch, 30. März 2011

wo sind all die kinder hin... wo sind sie geblieben?

„marie?“
„ja?“
„schreib doch mal wieder etwas“
"warum? interessiert doch eh keine sau..."
"doch, bestimmt"
"nö"
"weisste doch gar nicht"
"hm. mein feedback bestätigt mir das aber..."
"dein was?"
"na, mein feedba..., ach sag ich doch - vergiss es einfach!"
"gut... und gut, das wir darüber geredet haben. also schreib was!"
„was denn?“
„egal, irgendetwas"
„du meinst... nääää, gedichte und son gedöns wirst du bei mir nicht lesen...“
„lieber himmel, nein! daran dachte doch gar nicht.“
„an was dachtest du dann? hm? ich habe eigentlich keine rechte idee, die muse hat mich heute noch nicht geküsst... (weder die, noch... klar, nä)
„nunja, ist auch egal, wo wir gerade dabei sind... hast du dir nicht auch schon mal die frage gestellt?“
„was denn für ne frage?“
„naja, wo zum geier eigentlich die ganzen kinder geblieben sind!?"
"wah? spinnst du jetzt total?"
"also die kinder... heute zum beispiel war das wetter genial, aber du siehst keine kinder mehr auf den strassen. sie streunen nicht mehr draussen rum, toben nicht mehr in den hinterhöfen und bauen nach wolkenbrüchen keine staudämme mehr in den von regen überfluteten gossen um boote aus zeitungspapier schwimmen zu lassen... so wie wir damals... nö, die voll verkabelten gören hocken alle zuhause vor ihrer spielkonsole oder onlinern durchs netz. noch schlimmer: die frischlinge werden von ihren eltern in gefangenschaft gehalten, total verknastet. jaa-haaaa! man sieht sie in den gefangenentransportern ihrer mütter, wenn sie von einer erziehungsvollzugsanstalt in die andere verlegt werden. angeschnallt wie hannibal lector hockt der dickliche kleinknackie auf dem rücksitz und glotzt blöde aus dem kombi raus. "marvin-on-bord"-label darf natürlich nicht fehlen!

ziel des gefangenentransports ist zum beispiel der kindergeburtstag bei McDoof. dort gibt es fröhlichkeit von der stange ohne hinterher saubermachen. später werden alle wieder in die grüne minna verstaut und ab geht’s erneut in den häuslichen vollzug. hier hat der gefangene eine eigene zelle mit fernseher, ps3, computer, handy und playmobilatomkraftwerk. drei mal am tag schiebt die aufseherin nudeln mit dosenpampe oder fischstäbchen mit kartoffelpü aus der tüte durch die luke. das gefällt dem junior so gut, daß er seine zelle oft erst weit in den zwanzigern verläßt. weder studium, noch häufig wechselnder geschlechtsverkehr können den nachwuchs dazu bewegen, die ach so lieb gewonnene gefangenschaft zu beenden. warten wir noch einige jahre, dann werden vergreiste mütter in kombi’s durch die städte fahren und auf dem rücksitz hockt ein dicklich-qualliger 30-jähriger angeschnallt mit bommelmütze auf dem kopf..."

tja, was soll man auch von einer gesellschaft erwarten, die die kindheit in freier wildbahn abgeschafft hat?
alles ist perfekt durchorganisiert, jeder wird betreut. in der krippe, im kindergarten, in der pädagogischen sportgruppe am nachmittag und auf dem eingezäunten freigelände mit rutsche, wippe und altem autoreifen. das einzige abenteuer, dass hier lockt ist der gut getarnte hundeschiss im sandkasten. huarrrg! liebe kinder, bloß nicht anpacken! am besten sowieso gar nichts mehr anpacken von der schmuddelwelt da draußen! aufpassen, ist alles voller mikroben und umweltgiften. mangels aussenreiz beschäftigt sich das immunsystem des bommelmützenträgers nun mehr mit sich selbst. nässende ekzeme, asthma, juckreiz, die ganze palette selbstzerstörerischer körperreaktionen bescheren dem kurzen einen weiteren betreuungsreigen. neurologen, dermatologen, psychologen - alle werkeln am bommelmützenträger rum und überall fährt ihn die wärterin mit ihrem kombi hin, festgezurrt mit bommelmütze, versteht sich! so vergeht jahr um jahr, mit zwölf war kleinknackie noch nicht ein mal alleine draussen und hat sich noch nie wirklich im dreck gesuhlt.
macht nichts – im internet bestellt er sich dann eine wumme, geht in den pädagogischen schulknast und erschießt irgendwann die lehrerin...“

marie

Freitag, 30. Juli 2010

ich habs so satt...

soll das alles gewesen sein?

sie sitzt neben ihm auf der couch, die beine übereinandergeschlagen und die arme über der brust verschränkt...

der fernseher läuft - wie jeden abend. manchmal fragt sie sich, was wohl passieren würde, wenn sie ihn einfach abschalten würde. sie versucht ein gespräch anzufangen, aber sein gesicht, das sie so gut kennt lässt sie innehalten. sie sieht ihn nicht einmal mehr an.
ihre gedanken kreisen oft nur um das eine thema.
soll das alles gewesen sein?

*******************************

gelangweilt schaut sie eine weile fern. immer nur wenige sekunden lang das selbe programm. ER hat die fernbedienung, ER
zappt ständig zwischen den programmen und verliert kein wort dabei.
ZAPP - drei sekunden nachrichten – ZAPP– zwei sekunden irgendeine reportage – ZAPP– sekundenlang ein musiksender – ZAPP - ihre Augen brennen davon.
mal wieder sagt sie: „laß doch mal eines an. laß einfach ein programm laufen.“ ihre stimme ist gereizt.

„wieso? es läuft doch eh nur scheisse,“ erwidert er tonlos. mit schaudern sieht sie, wie er sich in die hose faßt und sich kratzt.
„du kannst ja gar nicht beurteilen, ob ein gutes programm läuft, denn du siehst es ja nicht einmal eine sekunde lang an,“ versucht sie ihn zu überzeugen.
langsam wendet er ihr sein gesicht zu.
er ist alt geworden, dabei ist er noch nicht einmal mitte vierzig.
war er früher einmal schlank, so ist er jetzt "dicklich" und unrasiert. seine augen so träge wie seine gedanken.

mit einer abfälligen handbewegung schmeißt er ihr die fernbedienung in den schoß.
„dann entscheide du doch,“ sagt er schroff und verschränkt nun ebenfalls die arme vor der brust.
zögernd nimmt sie die fernbedienung und damit die macht an sich, zappt nun selbst durch die kanäle.
da! ein horrorfilm. dankbar legt sie die fernbedienung zur seite.
finstere gestalten huschen über den bildschirm. schleimige mutationen vom feinsten. das ist genau ihr ding! grinsend lehnt sie sich zurück.
seine miene verfinstert sich jetzt noch mehr.
„was soll der mist?“ zischt er.
„hey, das ist doch cool, menno!“ sagt sie und deutet mit dem finger auf die mit horrorschockern gefüllten reihen ihres bücherregals um ihm mal wieder vor augen zu führen, was sie - ausser sport und zappen - interessiert...

„das ist scheiße. so einen dreck kannst nur du dir ansehen!“
da ist sie wieder, diese wut. sie schleicht sich in ihren kopf, schlimmer noch, in ihr herz und gesellt sich zu der gleichgültigkeit.
sie schiebt den rest zuneigung beiseite...

********************************

er pult sich in den zähnen. dabei macht er ein geräusch, das entsteht, weil er die luft zwischen den zähnen einzieht.
“pzzzt, pzzzt.“
wieder und wieder. “pzzzt, pzzzt.“ sie hasst dieses geräusch...
sie beobachtet ihn. seine augen fallen ihm zu. es ist erst viertel nach neun, aber die augen klappen weg. sein gesicht ist in falten gelegt und es sieht aus, als leide er an chronischer gesichtslähmung. wenn er jetzt noch dabei sabbern würde, denkt sie bei sich... ja, sie würde ihm am liebsten ein kissen aufs gesicht drücken und danach ins bad gehen und sich übergeben!
sie verzieht die mundwinkel.

boah, wie er da sitzt... halb liegend, halb sitzend – zur seite wegrutschend...
wie calligula auf dem chaiselon, in seiner trainingshose, der arsch in den kniekehlen baumelnd! manchmal nach unten rutschend...
er schert sich nen teufel darum, das sein hintern frei liegt.
„geh dir die zähne putzen, mannooo!,“ schlägt sie vor und das pzzzzt-geräusch bohrt sich in ihre ohren und schauer jagen über ihren rücken.
„ich habs doch gleich.“
„ich habs gleich, wirklich.“
pzzzt, pzzzt.
„hör auf damit, ich bitte dich. lass es einfach sein, ok?“
er grinst.
„was stört dich denn so?“ möchte er wissen.
„das geräusch! allein das geräusch, das du machst. es nervt mich und es ist eklig,“ versucht sie zu erklären.
„oh,“ lacht er, „warte...“
dann furzt er und lacht noch lauter.
er klopft sich auf die schenkel und findet das anscheinend saukomisch!
„das geräusch ist noch viel besser, oder?“
am liebsten würde ihre hand jetzt in sein gesicht klatschen...!!!

*********************************

sie liegt auf dem sofa und schaut zur uhr. „es ist spät.
gehen wir ins bett?“ fragt er und seine stimme ist belegt.
er legt seine hand auf ihren schenkel und streicht darüber.
sie schluckt...
„ich bin noch nicht müde“, bekommt er zur antwort und sie sieht
angestrengt zum fernseher. sie versucht, so interessiert wie möglich auszusehen,
denn wenn er meint, sie würde das sehen wollen, vielleicht ginge er schon vor.
„ich komme nach,“ sagt sie.
er kommt ihr nahe, gibt ihr einen kuss und faßt ihr an den busen.
das ist seine romantik. ihr an den busen fassen...
er glaubt wahrscheinlich noch, es gefiele ihr.
„komm, lass uns zusammen zu bett gehen.“
fast geflüstert, denkt er wohl, das sei erotisch.
genau so erotisch wie eine feinrippunterhose oder seine brüste, die fast schon größer sind als ihre.

sie deutet auf den fernseher.
„das ist interessant, das mußt du dir mit mir ansehen.“
sie sagt es, weil sie weiß, das es ihn nicht die bohne interessiert.
dabei weiß sie nicht einmal genau, was gerade läuft.
er würdigt der sendung einen kurzen blick und zieht die augenbrauen hoch.
„nein,“ sagt er, „schau du nur. ich geh schon mal vor.“
sie nickt und lehnt sich wieder zurück, immer auf den bildschirm starrend.
„ich wünschte, du würdest nicht immer so spät zu bett kommen. es ist schon lange her.“
er klingt resigniert, irgendwie traurig.
„weißt du,“ sagt er und bleibt noch kurz stehen, „ich liebe dich.“
tränen brennen unter ihren lidern.

„ja, ich hab dich auch lieb.“

er nickt nur und geht die treppe hoch ins schlafzimmer.
er löscht das licht, sie hört, wie er die tür schließt und wartet.
sie schaltet den fernseher aus, geht ins arbeitszimmer und fährt den pc hoch.
sie wartet noch einige stunden. schaut immer wieder auf die uhr und hat die gewissheit, dass er schläft, wenn sie ins bett geht.
sie ist so müde und erschöpft. wieder kreisen ihre gedanken nur um das eine thema:

... soll das alles gewesen sein? ...


marie

Dienstag, 20. April 2010

so war et, so isset und so wird es immer bleiben...

stell dir vor, du hast einen wichtigen termin und es ist "FÜNF vor ZWÖLF"!

raus ausse hausschuhe, rinn inne pumps, hastig die jacke übergezogen und raus aus dem haus.

ich bin - wie fast immer - mal wieder zu spät dran, also hurtig das garagentor geöffnet und ins auto gesprungen. nach kurzer zeit in den fliessenden verkehr eingefädelt, stelle ich mir die frage: „was ist unter extremen zeitdruck noch schlimmer als rote ampeln?“ hä? naaaaahaaaaaaa???

richtich...
vier scheintote mädels, deren nicht mehr zulässiges gesamtgewicht einen DAIHATSU CUORE zum ächzen bringen... dessen 43 PS diesen fleischgewordenen transporter oder auch FLEISCHTRANSPORTER niemals mehr auf siebzig geschweige denn einigermassen erträgliche einhundert kilometer pro stunde bringen! so schaukelt die girlie-rentnerband gemütlich vor meiner franzosengrütze her und bringt mich an den rand des wahnsinns!

überholen???
näääääää!
unmöglich!!!

erst nach einigen kilometern, einem bis zum boden durchgetretenen gaspedal gelingt mir ein waghalsiges überholkommando. meine kiste jault und der drehzahlmesser meiner grütze geht auf rot...
HURRA! GESCHAFFT!

doch die freude über den errungenen sieg währt nicht lange... jetzt sind meine bremsen gefordert wenn ich nicht unbedingt meinem vordermann in die karre fahren will!
ooohh neeiiin! WAT IS DAT DENN??? *glotz*

satan persönlich in gestalt eines silbernen mercedes-benz, ey voll die fette s-klasse!
am steuer, durch die heckscheibe erkennbar, ein hageres, greises, altes männlein dessen mindesthaltbarkeitsdatum auch schon lange abgelaufen is... also so einer, wo die maden sich schon nen lätzchen umbinden und mim besteck klimpern, wenn der aufn friedhof kommt, is klar nä...
seine gerade noch spärlich vorhandenen haare quer über den kopf gekämmt, wird das ganze bild abgerundet mit nem HUT! (die gehäkelte klo-rolle und der WACKELDACKEL auf der heckablage sind selbsverständlich und mit "oppa on board"!!!)

und ich...
ich...
i-c-h...
ICH bin hinter IHM!
die ortsgeschwindigkeit reduziert er wie selbstverständlich und ganz eigenverantwortlich von 50 auf maximal 25!!!
nur rückwärts is schneller!
aufgrund permanenten gegenverkehrs ist ein überholen auch hier wieder unmöglich!

oookäääy, ich beisse derweil ins lenkrad und versuche mich zu beruhigen. es ist ja schliesslich auch erst "FÜNF NACH ZWÖLF!!!" *muhahahahaha*
weiter geht die "rasante" fahrt.
blinken "tut" stinke-oppa überhaupt nicht, stopp-schilder ignoriert er vehement...
nunja, liegt sicherlich am grauen star!
meine fingernägel krallen sich derweil wieder in mein kuscheliges lenkradleder... *chrchrchrrr*

o-ooh...
was kommt jetzt?
ein kreisel???
o-ha!
ein kreisel!!!
hier ist die ausfahrt, aus der ich rausfahren muss... müsste...
wieder sinkt die fahrgeschwindigkeit drastisch! ey, geht das überhaupt noch???
ach, hätte ich doch ein paar stullen und ne thermoskanne kaffee mitgenommen um wenigstens während der fahrt in den genuss eines kleinen snacks zu kommen! und wenn schon keine thermoskanne und stullen, so doch wenigstens ne panzerfaust oder meine mogadischu erprobten kampfsocken!! booooah ey!!!!! *explodier*

der fette s-klasse-benz fährt derweil gemütlich weiter und jetzt wohl im standgas...
ich fahre provokativ "etwas" dicht auf, um dem senilen greis zu signalisieren, wozu so ein gaspedal doch gut sein kann.
hilft aber alles nix, er zeigt keine regung!
noch nicht mal einen nervösen blick seinerseits im rückspiegel kann ich wahrnehmen. keine regung. NULLINGER! ...flatline...
isser vielleicht doch schon tot??? (gut, das ich in meinem auto nix riechen kann, nä!)
ich vergrössere den abstand wieder, schliesslich will ich mir nicht nachsagen lassen einen herzinfarkt bei ihm ausgelöst zu haben! nein, eher könnte es sein, dass ich hinter meinem kuscheligen sportlederlenkrad krepiere!
nicht auszumalen, nä!!!

da!
gleich!
MEINE ausfahrt! HURRA!!!!
kein blinker vor mir!
THANK GOD!!!

huch! nun bleibt der tattergreis tatsächlich so einfach mir nichts, dir nichts, also qua-si ohne vorwarnung stehen! nääääääää, es kracht natürlich nicht! (gute reaktion, marie! *schulterklopf*)

wir befinden uns mittlerweile auf ner vorfahrtsstrasse! egal, nett wie wir sind, gewähren wir nem "hmp-zig-tonner" mit hänger vorfahrt!!! *kreisch*
nääääääääää marie, das ist doch alles nicht wahr, dat träumste nur...
also tucker ich weiter hinter dem verwesenden benz-fahrer her...
so, getz biege ich nächstmöglich einfach links ab. aber hey, da wollte ich doch eigentlich NIEMALS lang!!!
egal, meine freiheit ist mir wichtiger, is klar nä...

by the way - scheiss auf den eh verpassten termin, das leben kann (könnte) so schön sein (wenn... *ihr wisst schon, nä!)

marie

Donnerstag, 15. April 2010

i'm to sexy for my bikini...

*nöhl*
*mecker*
*murr*
*seufz*
*jammer*

es ist mal wieder soweit!
was?
na dieses „ich-kann-mich-nicht-mehr-sehen gefühl“!
kennt ihr das?
immer wieder ergreift es besitz von mir. nicht selten ausgelöst durch vorangegangenes shoppen. so wie gestern.
sicherlich bin ich nicht die einzige, der es so geht. *sich selbst tröstet* nee, ich denke mal z.b. auch meiner freundin, schwester, bekannten, arbeitskollegin, nachbarin geht es ähnlich. naja und natürlich mir. *grmpf*

meine letzte shopping tour noch so einigermaßen im griff habend (jedenfalls dachte ich das), wollte ich den einkaufsbummel bei karstadt ausklingen lassen. gedacht – getan!
nach verlassen der rolltreppe steuerte ich sogleich zielsicher die abteilung „bademoden“ an. (der nächste urlaub ist schliesslich „nur“ noch 10 wochen hin!) von den herrlichen bikinis magisch angezogen, zögerte ich nicht lange, um mit einigen teilen in eine dieser klitzekleinen umkleidekabinen zu verschwinden.
umsatzfördernd sind diese kabinen garantiert nicht, wie sich später noch herausstellen sollte!
kurze zeit später stand ich nun fast entblättert da. ein blick in diesen verhassten „allround-spiegel“ präsentierte mir prompt meinen nicht mehr sooo superschlanken rücken. *kreisch*

diese geschliffenen spiegelmonster kennen wirklich keine gnade! boah, ich hasse die!
ich betrachtete kritisch mein spiegelbild. es klärte mich natürlich ausserdem auch noch über die problemzonen an meinen oberschenkeln auf. nööööööö, nicht dass ich mich etwa angesprochen fühlte, denn von kaum sichtbarer orangenhaut, die sich nur durch eine gelegentliche klitze-klitze-kleine delle auszeichnet, wollte ich mir die stimmung auf keinen fall vermiesen lassen!
leicht irritiert von der respektlosigkeit dieser absolut dämlichen spiegelwand, versuchte ich mir einen traum von bikini anzuziehen, was sich allerdings durch den klitze-klitze-kleinen-filigranen verschluss nicht so ganz problemlos bewerkstelligen lies. eine zeitlang prokelte ich an dem zarten winzling von verschluss herum, bis ich endlich diesen bikini-traum an mir bestaunen konnte! *schluck*

ohne großartige verrenkungen anstellen zu müssen, offenbarte mir der UNVORTEILHAFTESTE spiegel, vor dem ich jemals gestanden habe, (*schwör*) eine rückenansicht zum... zum... ach, mir fehlen einfach die worte. das sollte ich von hinten sein???? näääää, NIIEMALS!!!

die seitenbänder des oberteils vergruben sich in meinem rücken, (was sich bei mir zu hause NIIEMALS SOOOO speckig wiederspiegeln würde!!!) und auch die körbchen konnten und wollten nicht mithalten. ich riskierte einen weiteren blick auf meine frontpartie und konnte mir gerade noch einen SCHREI DES ENTSETZENS verkneifen!
ich sah in dem teil einfach unmöglich aus. wie ein MEHLWURM!!! (nun, die wetterverhältnisse ließen es ja auch noch nicht wirklich zu, die hautfarbe von mehlwurmweiß in ein dezentes braun zu verwandeln, is klar nä!)

von der qualität des bikinis und natürlich des spiegels zutiefst enttäuscht, (logo, von wem oder was auch sonst, nä! *lach*) kam ein anprobieren der anderen teile für mich nicht mehr in frage! nööööhööö, keinen bock mehr, nicht mit mir! *mit dem finger anne stirn tipp* ich bin doch nicht blöd, nä!

prima, dass es alternativ ja auch online-shopping gibt... ohne "lug- und trugspiegel" (wie ein guter bekannter getz sagen würde...) qua-si ganz bequem von zu hause aus... das mach ich dann wohl auch, besser is dat, nä...


marie

Montag, 12. April 2010

7 - bored marie

"pssssst"
"pssssssst, marie?"
"bisse da?"
"marie??"
"maa-riiie-hiiiee!!!"
"boah ey, schrei doch nicht so!!! was willze?"
"ähm... äh, ähm, also schreib doch mal wieder was"
"pfff manno, keine lust"
"nu los ey"
"menno"
"ach komm"
"näää, nerv mich nicht"
"looos, mach ma"
"hm, was soll ich denn schreiben?"
"egal, irgendetwas! sieh, die sonne lacht und der himmel strahlt (ey, es ist dunkel, willze mich verarschen???) in seinem schönsten blau... (jaja, der lenz ist da – zumindest letzte woche für ganze zwei tage, nä! soviel zum thema „schönes urlaubswetter“ schönen dank auch!!!)
"du meinst... näääääääää, gedichte und son gedöns wirst du bei mir nicht lesen!"
"lieber himmel, nein! daran dachte doch gar nicht."
"an was dachtest du dann? hm? ich habe eigentlich keine rechte idee, die muse hat mich heute noch nicht geküsst..."
"nunja, ist doch auch egal... ähm, wo wir gerade dabei sind, hast du dir nicht auch schon mal die frage gestellt?"
"hä? was für ne frage?"
"naja, wo zum geier eigentlich die ganzen kinder geblieben sind? sie schlunzen nicht mehr durch die straßen, toben nicht mehr in den hinterhöfen und bauen nach wolkenbrüchen keine staudämme mehr in den von regen überfluteten gossen, um zum beispiel boote aus zeitungspapier schwimmen zu lassen, so wie wir damals..."

"näääääää, die voll verkabelten gören hocken alle zuhause vor ihrer spielkonsole oder onlinern durchs netz... schüler-vz inklusive "plauderkasten", icq und so weiter... aber was mir auffiel und noch schlimmer ist: die frischlinge werden von ihren eltern in gefangenschaft gehalten und total verknastet. jaa-haa! ich seh die immer in den gefangenentransportern ihrer mütter, wenn sie qua-si von einer erziehungsvollzugsanstalt in die andere verlegt werden. "jakkeline, schantalle oder kevin" on board! angeschnallt wie hannibal lecter hockt der dicke kleinknackie auf dem rücksitz und glotzt blöde aus dem kombi raus. ziel des gefangenentransports ist zum beispiel der kindergeburtstag bei mäckes. dort gibt es fröhliches von der stange (ohne hinterher saubermachen, is klar ne! hat ja auch keine mutter mehr lust zu!) später werden dann alle wieder in die grüne minna verstaut und ab geht’s erneut in den häuslichen vollzug. hier hat der gefangene eine eigene zelle mit fernseher, ps3, wii, computer und all son gedöns. handy sowieso! dreimal am tag schiebt mutter aufseherin nudeln mit ketchup oder dosenpampe, vielleicht auch (wennse nen guten tag hat) fischstäbchen mit kartoffelpü aus der tüte durch die luke. das gefällt dem junior so gut, daß er seine zelle oft erst weit in den zwanzigern verläßt.
weder studium, noch häufig wechselnder geschlechtsverkehr können den nachwuchs dazu bewegen, die ach so lieb gewonnene gefangenschaft zu beenden. tja, und warten wir noch einige jahre, dann werden vergreiste mütter in kombi’s durch die städte fahren und auf dem rücksitz hockt ein dicklich-qualliger anfang-30-jähriger angeschnallt mit bommelmütze auf dem kopf und glotzt sowat von dümmlich vollhorstig ausm fenster, nä!!!
tja, was soll man auch von einer gesellschaft erwarten, die die kindheit in freier wildbahn abgeschafft hat, nä?
alles ist perfekt durchorganisiert, jeder wird betreut. in der krippe, im kindergarten, in der pädagogischen sportgruppe am nachmittag und auf dem eingezäunten freigelände mit rutsche, wippe und altem autoreifen. das einzige abenteuer, dass hier lockt ist der gut getarnte hundeschiss im sandkasten. huarrrr! liebe kinder, bloß nicht anpacken! am besten sowieso gar nichts mehr anpacken von der unbetreuten, schmuddelwelt da draußen! ist ja alles voller mikroben und umweltgiften. mangels aussenreiz beschäftigt sich das immunsystem des welpen nun mehr mit sich selbst. nässende ekzeme, asthma, juckreiz, die ganze palette selbstzerstörerischer körperreaktionen bescheren "dem oder der kurzen" einen weiteren betreuungsreigen. neurologen, dermatologen, psychologen - alle werkeln am aufzuziehenden rum und überall fährt ihn die wärterin mit ihrem kombi hin, festgezurrt mit bommelmütze, versteht sich! so vergeht jahr um jahr, mit zwölf war kleinknackie noch nicht ein mal alleine draussen und hat sich noch nie wirklich im dreck gesuhlt.
macht nichts – im internet bestellt er sich dann eine wumme, geht in den pädagogischen schulknast und erschießt die lehrerin...“

mehr sinn- oder unsinniges – blödsinniges qua-si - fällt der bösen marie momentan nicht ein, is klar nä! is ja auch schon schpääät! *muhaha* (ja ich weiss, es heisst *muhahahaha*)

marie

Sonntag, 28. März 2010

5 - maries froschkönig

marie schreibt mal ein märchen -
es begab sich also zu einer zeit... näää, passt nicht!
also äh, es war einmal... schon besser!
ach, ich fang einfach an.

irgendein sonntagmorgen...
wunderschön, warm und nach frischem gras duftend - marie sass auf der terrasse, den ersten kaffee hatte sie schon genüsslich geschlabbert und rauchte eine ziggi.
die wärmenden sonnenstrahlen geniessend, ein bisken gelangweilt und nichts böses ahnend hing marie ihren gedanken nach... (in bezug auf nachfolgende zeilen nenne ich mich mal prinzessin, ok??!!) *schallend lach*

da erschien der liebreizenden prinzessin marie ein scheinbar verzauberter prinz auf ihrer terrasse. prinzessin marie erschrak natürlich fürchterlich, als sie die hässliche kröte vor sich sitzen sah und just in dem moment, als prinzessin marie diese voll fiese, fette kröte mit einem schnell zur hand genommenen stein erschlagen wollte, sprach der fette frosch zu ihr:

„oh, prinzessin marie! tut das nicht oder wollt ihr schuld am tode eines jungen, steinreichen und gutgebauten prinzen sein, der leider bedauerlicherweise in eine fette, hässliche kröte verwandelt wurde??!!

prinzessin marie überwand ihren ekel und wandte ihr liebliches antlitz der schleimigen kröte zu. sie überlegte kurz. eine sprechende kröte???
gab es das tatsächlich???
marie konnte gerade noch die wucht des schlages abbremsen, die aus dem fetten froschkopf einen ekligen, scheußlichen fleck gemacht hätte und hielt inne:

„gutgebaut, jung und dazu noch steinreich??? (*sabber*)
würde es euch wohl etwas ausmachen, mir eine etwas präzisere beschreibung eures wahren äußeren zu geben, damit ich euch nicht doch noch zerschmetter?"

noch immer hielt prinzessin marie den stein in ihrer hand umklammert, während sie mit spannung auf die antwort des frosches wartete.
„wie wichtig ist denn mein äußeres, damit du mich nicht mit dem stein erschlägst, prinzessin marie?“

marie überlegte. wenn sie der hässlichen kröte verriet, daß sie sein überleben nur von seiner erscheinung und dem finanziellen status abhängig machte, würde er ihr wohl kaum die wahrheit sagen. also spann sie kurzerhand einen plan und dachte für sich, daß eine KLEINE NOTLÜGE wohl nicht schaden konnte:
„ach, weißt du, lieber frosch, ich achte überhaupt nicht auf schönheit und reichtum! für mich zählt nur der kern, die inneren werte! die kann man leider nicht mit bloßem auge sehen! so, und nun sag mir endlich, wie du wirklich aussiehst und wieviel euronen du auf der hohen kante hast!

hmm, ahnte der frosch etwas? durchschaute er das böse spiel der hinterlistigen prinzessin marie? fiel er gar auf ihr täuschungsmanöver rein und würde auskunft über seine person und seine finanzen geben? konnte es vielleicht sein, daß der in einen frosch verwandelte prinz in wahrheit ein ätzend aussehender, stinkender bettler war, den eine hexe nur deshalb verzaubert hatte, weil sie vielleicht seinen gestank nicht mehr ertragen hatte?
noch sollte diese frage unbeantwortet bleiben, denn prinzessin marie bemerkte erst jetzt, daß sie dem frosch nur leicht bekleidet gegenüberstand. als sie fast laut aufschreien wollte, fiel ihr ein, daß ihr dieser umstand vielleicht sogar ein wenig hilfreich bei der wahrheitsfindung sein konnte...
„warum siehst du mich so gierig an, du häßliche kröte?“, fragte marie provozierend. „hast wohl noch nie in deinem froschleben eine halbnackte prinzessin gesehen, wie?“

marie wollte dem frosch eine falle stellen. sie dachte sich, daß er ihre frage nur dann mit „‚ja“ beantworten konnte, wenn er in wirklichkeit KEIN prinz war. prinzen konnten sich immerhin fast alles leisten, was es auf der welt gab! auch halbnackte prinzessinen! würde er also ihre vermutung bestätigen, daß er noch nie eine halbnackte geschweige denn eine nackte prinzessin gesehen hatte, war seine wahre identität ein für alle mal geklärt und der stein in maries hand würde sofort auf seinen ekligen froschkopf niedersausen, um ihn zu zermalmen!

„doch, doch, schöne marie! kaum ein tag verging, an dem ich nicht mindestens zwei dutzend nackte prinzessinnen sah...! jedoch war keine dieser schönheiten auch nur annähernd so liebreizend – wie ihr!“ (*schallend lach*)
menno, wieder wurde nichts aus dem froschzermantschen! enttäuscht entkrampften sich ihre zarten Finger, die den stein noch immer fest umschlossen hielten.
„nun gut, kröte,“ sagte marie. „kommen wir mal auf den punkt! mir ist inzwischen ziemlich kalt, also beeil dich gefälligst mit der antwort! sage mir endlich, wie du tatsächlich aussiehst und wie dick dein finanzielles polster ist!“
wie aus der pistole geschossen, zählte nun der verwunschene prinz alles auf, was die prinzessin zu interessieren schien:
„einssiebenundachtzig gross! kurzes dunkles, fast schwarzes haar! (gepflegt natürlich!) waschbrettbauch! muskulöse oberarme und -schenkel! ganzkörper gebräunter teint! breite, durchtrainierte schultern! nicht ein einziges haar in den ohren geschweige denn in der nase! braune fast schwarz leuchtende augen! gepflegte fingernägel! ein dickes konto in der schweiz, auf dem fünfhunderttausend goldstücke mit 25% p.A. verzinst werden! zwei platin american express cards! ebenso diners, VISA, EuroCard! ausserdem mindestens fünf edelkarrossen! diverser Grundbesitz und ländereien sowie -zig bedienstete, gärtner, koch und köchin und sonst noch alles, was das herz begehrt...“
prinzessin marie unterbrach seinen redeschwall.

„und sonst? ich meine, hast Du nicht IRGENDEIN WICHTIGES TEIL vergessen, zu erwähnen?“

da der frosch beim besten willen nicht wußte, was marie meinen konnte, brach ihm der angstschweiß aus. doch bevor auch nur der erste tropfen davon den boden berührt hatte, landete der stein aus der lieblichen hand der prinzessin auf seinem eklig, schleimigen schädel und ließ ihn wie eine reife stachelbeere zerplatzen!

„dämliche kröte!“ sagte prinzessin marie, während sie nach ihrer dienerschaft läutete, um den schleimig, blutigen Fleck beseitigen zu lassen.

„daß diese Kerle aber auch nie merken, was man wirklich will!“ sprach sie, erhob ihr königliches haupt und ging auf die suche.

vielleicht fand sie ja tatsächlich einen brunnen um eventuell einer weiteren verzauberten kröte zu begegnen! irgendwann sonntag morgens...


marie